Aschenputtel mit dem Füllhorn

Ausgerechnet das Aschenputtel unter den abwickelnden Offenen Immobilienfonds, der SEB ImmoInvest, zeigt den Anderen, wie es geht.

Am 02.07. schüttet der ImmoInvest 1,10 EUR je Anteil aus, in Summe also rd. 128 Mio. EUR = 12,8 % des gesamten Fondsvermögens. Und das bei einer unveränderten Liquiditätsquote (vor der Ausschüttung) von nur 29,7 %, nachdem der ImmoInvest in 2018 bisher kein einziges weiteres Objekt verkaufen konnte und auch die Mieteinnahmen angesichts einer hoch zweistelligen Leerstandsrate keine richtige cash machine sind.

Zum Vergleich: Der in einem ziemlich identischen Abwicklungsstadium befindliche CS Euroreal gab gerade erst gestern mickrige 0,55 EUR pro Anteil. Das waren bei einer Liquiditätsquote von 49,0 % gerade einmal 5,4 % des Fondsvermögens.

In einer wie gesagt ansonsten sehr vergleichbaren Situation trennt sich der SEB ImmoInvest also von 43 % seiner Liquiditätsbestände, der CS Euroreal dagegen nur von 11 %.

Mal gar nicht zu sprechen vom KanAm grundinvest, bei dessen Depotbank (Warburg) schon bei jedem einzelnen Euro die Trennung ganz offenkundig unerträgliche körperliche Schmerzen auslöst.

Nur der Vollständigkeit halber wollen wir dann noch erwähnen, daß auch der UBS (D) 3 Sector Real Estate Europe für den 28.06. die Ausschüttung von 0,19 EUR je Anteil angekündigt hat. Klingt nicht wahnsinnig viel, sind aber bei diesem volumenmäßig schon extrem auf Vermögenswerte von nur noch 35,0 Mio. EUR geschrumpften Fonds auch fast ein Fünftel des Restvermögens.

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