Damit kleine Dinge weltweit groß ankommen

„Laut einer aktuellen Studie wächst der grenzüberschreitende Onlinehandel bis 2020 doppelt so schnell wie der inländische. Profitieren auch Sie von diesem Trend und gewinnen Sie Onlinekäufer in aller Welt. Die Deutsche Post bietet Ihnen eine attraktive Lösung für den weltweiten Versand kleinformatiger Waren und sie erreichen schnell, günstig und sicher ihr Ziel.“

Mit diesen einführenden Worten begrüßt in seinem heutigen Werbeschreiben ein gewisser Markus Löber, Vertriebsleiter KMU Nord, den Verfasser dieser Zeilen. Und dann kommt bei einem ganzen Bündel seiner Argumente auch der Hinweis: „Schnell – Bevorzugte Beförderung mit Priority“.

Der Verfasser dieser Zeilen hat es ja schon immer gewußt: In ihrem Vertrieb beschäftigt die Deutsche Post AG eine überdurchschnittlich hohe Anzahl von Durchlauferhitzern für Sprechblasen. Denn die Realität in diesem mehr als jemals zuvor von Arroganz, Dummheit und organisierter Kriminalität durchseuchten Staatsmonopolbetrieb ist immer noch eine ganz andere.

Was die Deutsche Post AG unter „schnell“ versteht durften wir gerade wieder erleben: Heute hatten wir nämlich von einem wichtigen alten Kunden aus der Schweiz sein Gebot für die 116. Auktion der Freunde Historischer Wertpapiere in der Post. Aufgegeben als A-Post Prioritaire und abgestempelt am 20.09.2019 im Briefzentrum 8010 Zürich-Mülligen.

Ihre tolle Überschrift im Werbebrief „Damit kleine Dinge weltweit groß ankommen“ müssten Sie, werter Herr Löber, vielleicht doch besser als Frage formulieren: „Ob kleine Dinge überhaupt jemals ankommen?“

Dass uns heute, am 02.10., nach zwölf Tagen bevorzugter Beförderung durch die gelobte Deutsche Post ein am 20.09. aufgegebenes Auktionsgebot erreicht nützt nämlich nicht mehr viel: Die Versteigerung war am 28.09.

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