Völker, höret die Signale

In unserem bevorzugten Informationsdienst lesen wir soeben:

„Fallende Renditen in Deutschlands erstklassigen Bürostandorten lenken die Aufmerksamkeit von Investoren auf der Suche nach besseren Erträgen auf Nebenstandorte.

Die Analyse zeigt, daß die durchschnittliche Spitzenrendite in den sieben deutschen Prime-Standorten 2018 um 24 Basispunkte auf 3,06 % gesunken ist. Die niedrigsten Renditen gab es in Berlin mit 2,8 % und München mit 2,9 %.

Jedoch fielen die Renditen noch schneller in C und D Standorten, wie die Untersuchung von 76 Städten belegt. Das beweist, daß sich Investoren auf der Risikokurve aufwärts bewegen. In 26 D-Städten fiel die Durchschnittsrendite um 28 Bp auf 6,7 %.

Am stärksten war das Mietwachstum in A-Städten, die einen Anstieg um 5,7 % auf eine Durchschnittsmiete von 31,04 €/m2 verzeichneten. Für den Mieter einer Bürofläche war Frankfurt die teuerste Stadt mit 42 €/m2, die billigsten Büroflächen findet man in Gera mit 7,50 €/m2.

Auch in den 13 B-Städten zogen die Mieten an und erreichten mit einem Anstieg von 4,1 % einen Durchschnitt von 15,54 €/m2. Im Gegensatz dazu verlangsamte sich der Mietanstieg in den D-Städten oder kam gar ganz zum Erliegen.

Spitzenrenditen in C-Städten stiegen um 5 % auf 13,35 €/m2, wobei das Bild verzerrt wird von explosiven Anstiegen in Hotspots wie Braunschweig, Bochum und Mönchengladbach.“

Wir haben nichts gegen Braunschweig – schließlich ist das Braunschweiger Land unsere Heimat. Aber wenn in einem Bericht über den deutschen Büroimmobilienmarkt Braunschweig, Bochum und Mönchengladbach als „Hotspots“ hervorstechen, dann sagt all die Erfahrung des in Ehren ergrauten Anlegers: Das Ende des Zyklus ist nahe. Oder, wie der amerikanische Börsenspekulant Will Rogers Ende der 1920er Jahre einem Greenhorn auf die Frage riet, wo er noch investieren solle: „Guter Mann, wir hocken auf einem Vulkan. Für professionelle Vulkanhocker wie mich ist das schon ganz in Ordnung. Aber Anfänger wie Sie sollten die Beine in die Hand nehmen und laufen, so weit Sie nur können.“

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