Der Lehrling mit dem Rechenschieber

Wir kommen heute nicht umhin, uns mit unserem Beitrag vom 30. April selbst zu zitieren:

Wir sind von der Commerzbank AG ja bereits einiges gewohnt. Aber die heute erschienene Begründung für den gestrigen Anstieg des Anteilwertes beim CS Euroreal um 0,12 EUR auf 7,55 EUR schlägt dem Faß nun wirklich den Boden aus.

„Ursache für diese nachträgliche Änderung der Anteilwerte war ein Fehler in der Berechnung der Anteilwerte vom 24. und 25. April 2019.“

Schüchtern erhebt sich das Stimmchen vom Rübenfeld und möchte bemerken: 0,12 EUR pro Anteil sind bei Stück 102,69 Mio. umlaufenden Anteilen mal eben 12,32 Mio. EUR. Geschätzter Herr Zielke, mindestens bis zu Ihnen sollte sich doch mittlerweile herumgesprochen haben, daß die angedachte Fusion mit der Deutschen Bank geplatzt ist und daß das copyright für „peanuts“ deshalb weiter ganz allein bei den Blauen liegt …

Der Irrsinn scheint bei der Commerzbank jedoch Methode zu haben. Denn schon wieder hat der Lehrling mit dem Rechenschieber ganz böse zugeschlagen, wie die Entwicklung des Anteilswertes während der letzten paar Tage zeigt:

7,55 EUR am 28.05.

7,54 EUR am 29.05.

7,51 EUR am 31.05.

7,28 EUR am 03.06.

7,30 EUR am 04.06.

7,53 EUR am 05.06.

Zu irgendeiner Begründung, warum der Wert in den letzten Tagen wie ein fliegender Teppich hin- und hersaust, mochte sich die „Bank an Ihrer Seite“ bislang aber nicht herablassen. Obwohl wir hier, wohlgemerkt, in absoluten Beträgen über eine Schwankungsbreite von fast 30 Mio. EUR reden. Irgendein Lästermaul würde jetzt schon wieder sagen, die Commerzbank sei wohl die Bank an unserer falschen Seite …

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