Umschichtungen / Ausschüttung SEB 1AA

Ehe diese Nachricht am Ende des Beitrages völlig untergeht, auch wenn sie nicht von so überragender Wichtigkeit ist: Beim Santander Vermögensverwaltungsfonds Kapitalprotekt P (WKN SEB 1 AA) hat das Fondsmanagement die nächste Ausschüttung für „Ende Februar“ angekündigt. Wir rechnen mit ca. 65 € pro Anteil.

Auch unsere restliche Position im DEGI Europa (65.000 Stück bei der HypoVereinsbank) ist jetzt komplett verkauft, hier erzielten wir noch einmal knapp 8 % über unserem Einstandskurs.

Die uns durch Auflösung der DEGI-Europa-Positionen zugeflossenen Mittel haben wir ganz überwiegend investiert in den CS Euroreal EUR. Dieser Fonds war (neben dem SEB ImmoInvest) bei einem „Flash Crash“ Anfang der Woche besonders in Mitleidenschaft gezogen worden mit einem Kursrückgang, den wir in diesem Maße zuvor ehrlich gesagt für völlig ausgeschlossen gehalten hätten.

Noch bis Januar 2016 hatte der Hedgefonds „Burlington Loan Management“ für den CS Euroreal im Wege eines öffentlichen Kaufangebotes 20,00 € pro Anteil geboten (was bereinigt um die im Januar erfolgte Ausschüttung von 1,80 € nun effektiv 18,20 € wären). Die Börsenkurse bewegten sich zu der Zeit sogar oberhalb dieses Niveaus.

Bis Montag (8.2.) bildete sich der Kurs auf rd. 17,40 € zurück, um dann im „Flash Crash“ am Dienstag (9.2.) bis auf 16,85 € abzustürzen. Selbst auf dieser Basis konnten wir noch mehrere tausend Anteile einsammeln. Wir haben diesen Fonds bevorzugt nachgekauft, weil auf diesem Niveau der Börsenkurs in der Spitze einen Bewertungsabschlag von 35 % auf die Verkehrswerte des Immobilienportfolios implizierte – eine unseres Erachtens vollkommen überzogene Kursbewegung bei dem Fonds mit dem nach unserer Einschätzung interessantesten und vermutlich wertstabilsten Restportfolio.

Seitdem kaufen wir in wieder steigende Kurse hinein weiter nach, weil nach unseren Berechnungen die relative Unterbewertung im Verhältnis zu den anderen beiden der „big three“ (SEB ImmoInvest und KanAm grundinvest) erst bei einem Kurs um 18,25 € wieder beseitigt ist. Zusätzlich Sicherheit gibt uns die Tatsache, daß wir mit dieser unabhängig ermittelten Einschätzung fast gleichauf liegen mit der Bewertung durch den oben erwähnten Hedgefonds (bei dem an dem Thema wohl auch fähige Fachleute arbeiten dürften).

Colorandum causa zitieren wir aus dem Jahresbericht zum 30.09.2015, Tätigkeitsbericht der Fondsverwaltung (S. 7): „Seit dem Beginn der Fondsauflösung des CS Euroreal wurden bis Stichtag 30.09.2015 insgesamt 53 Immobilien für rd. EUR 2,8 Mrd. und seit dem Beginn der Rücknahmeaussetzung am 19.5.2010 bereits 68 Immobilien für rd. EUR 4,2 Mrd. veräußert. … Sowohl die Verkaufspreise aller bisher seit Rücknahmeaussetzung getätigten Verkäufe als auch die Verkaufspreise der 35 im Geschäftsjahr 2014/2015 veräußerten Immobilien lagen per Saldo in etwa auf Höhe der zuletzt … festgestellten Verkehrswerte.“ Über das aus 44 Immobilien bestehende Restportfolio im Wert von EUR 2,2 Mrd. machen wir uns vor dem Hintergrund der seitdem nur noch immer weiter steigenden Objektpreise in einem bislang weiter boomenden Markt für Gewerbeimmobilien keine Sorgen.

Es würde uns im übrigen auch nicht wirklich überraschen, wenn der CS Euroreal noch vor Ende des I. Quartals 2016 mit einer neuen größeren Verkaufsmeldung käme. Spätestens dann werden die heute noch unglaublich attraktiven Kaufkurse endgültig der Vergangenheit angehören. Bis dahin aber, auch das muß hier einmal offen und ehrlich gesagt werden, kratzen die momentan teilweise noch zerbombten Kurse an unserer Performance – was aber nach unserer Einschätzung ein nur vorübergehender Zustand ist, das können wir aussitzen und trotzdem weiterhin chancenorientiert agieren.

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