Kalt erwischt

Der 1999 aufgelegte Gewerbeimmobilien-Fonds UBS (D) Euroinvest brachte in seinen besten Zeiten im Herbst 2008 mal knapp 2,7 Mrd. EUR auf die Waage – das hat sich bis heute auf 1,43 Mrd. EUR fast halbiert.

Schon einmal, im Sommer 2015, musste UBS für diesen Fonds die Anteilscheinrücknahme aussetzen, zunächst für 12 Monate, was dann noch einmal um 12 Monate verlängert werden konnte (und wurde). Mit den fast nur institutionellen Anlegern (es galt und gilt eine Mindestanlagesaumme von 500.000 EUR) konnte man aber im Sinne der Schadensbegrenzung während der Zeit der Aussetzung besser reden als mit zigtausenden von Privatanlegern. Das hatte zum Ergebnis, daß man die meisten Investoren bei der Stange halten und den Fonds im Sommer 2017 tatsächlich wieder öffnen konnte. Der UBS (D) Euroinvest war damit unter allen damals in der letzten Finanzkrise in Schwierigkeiten geratenen Offenen Immobilienfonds der einzige, dem das Schicksal der endgültigen Schließung und anschließenden Abwicklung erspart blieb.

Erst einmal. Denn heute, fast 10 Jahre später, erfahren wir: Nun hat es diesen Fonds doch wieder erwischt. Die Rücknahme der Anteilscheine wurde erneut ausgesetzt, da die liquiden Mittel nicht ausreichen, um die bereits vorliegenden Rücknahmewünsche zu erfüllen.

Indem eine Krise die letzte davor jagt, nach nur einer kurzen Zwischenphase sorglos prosperierender Märkte, scheint das Thema „abwickelnde Offene Immobilienfonds“ so etwas wie eine „never ending story“ zu werden …

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