CS Property Dynamic: Auf der Schlußgeraden

Heute veröffentlichte die Commerzbank den Abwicklungsbericht des CS Property Dynamic zum 31.08.2025, wie üblich erst am letzten gesetzlich gerade noch zulässigen Tag.

Nur zwei Punkte daraus sind einer Erwähnung wert: Auch nach Abzug der Verwaltungsgebühren erwirtschaftete der Fonds (wegen der Zinseinnahmen auf seine Bankguthaben, die 100,2 % des Fondsvermögens betragen) im Geschäftsjahr 2024/25 eine Rendite von 0,55 % p.a. Ohne die Belastung aus einer einmaligen Vorsteuerkorrektur für Vorjahre wären es sogar deutlich über 1 % gewesen, nach 2,6 % im Jahr davor. Insofern schlägt sich dieser abwickelnde Fonds durchaus besser als so mancher seiner noch lebendigen und aktiv vertriebenen Geschwister …

Außerdem kündigt die Commerzbank an, innerhalb der nächsten zwei Jahre 70 bis 80 % des noch verbliebenen Fondsvermögens ausschütten zu wollen. Nach der letzten Ausschüttung beträgt der Rücknahmewert noch 9,23 EUR/Anteil, 70 bis 80 % davon ergäbe also Ausschüttungen zwischen 6,46 und 7,38 EUR. Da diese Anteile bei uns aber nur noch mit 5,06 EUR zu Buche stehen, wird es im Jahr 2027 zu der im Grundsatz schon vor Jahren erwarteten Situation kommen, daß der Fonds zwar immer noch ein größeres Restvermögen hat, die Anteile in unseren Büchern dann aber nur noch mit Null zu bewerten sind. Und da wir Substanzausschüttungen nur so lange gegen die Anschaffungskosten buchen können, bis diese den Wert Null erreicht haben, werden Teile dieser Ausschüttungen im Jahr 2027 in unserer GuV bereits zeitlich vorgezogen als Kursgewinne auszuweisen sein.

Hier kommt dann schließlich auch wieder die übliche Bilanzmechanik in’s Spiel: Was auf der Aktivseite mit Null zu bewerten ist, bedarf auf der Passivseite keiner Finanzierung mehr. Nicht nur unsere Bankverbindlichkeiten werden deshalb spätestens im Laufe des Jahres 2027 ganz zwangsläufig verschwinden – auch größere Teile unseres Eigenkapitals werden dann im wahrsten Sinne des Wortes schon überflüssig sein.

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