Leading Cities Invest: Rücknahmeaussetzung

In seiner Blütezeit bis 2022 besaß der Leading Cities Invest mehr als 40 Objekte im Wert von weit über 1 Mrd. EUR. Dann kamen wegen der Krise am Büroimmobilienmarkt massive Abwertungen, und die Kiste geriet in’s Rutschen. Lange versuchte sich das Fondsmanagement dagegen zu stemmen und verkaufte etwa 30 Objekte, um die ständig hereinkommenden Rücknahmewünsche der Anleger zu bedienen. Am Ende blieben überhaupt nur noch 12 Immobilien im Wert von rd. 350 Mio. EUR übrig, und ein Ende des Teufelskreises war immer noch nicht abzusehen.

An dem Punkt hat das Fondsmanagement jetzt die Notbremse gezogen und mit sofortiger Wirkung die weitere Rücknahme der Anteilscheine ausgesetzt. Wir damals auch schon mehr als ein dutzend Leidensgenossen in der letzten großen Finanzkrise geht der Leading Cities Invest in die Abwicklung.

Für uns ist er damit endgültig das klassische Zielobjekt im Rahmen unserer Anlagestrategie. In einem überschaubaren Umfang werden wir hier deshalb unser früher erworbenes reichliches Wissen nochmals anwenden und für unsere Aktionäre ein paar Zusatzerträge erwirtschaften.

CS Euroreal: Ausschüttung am 18.06.2026

Gerade meldet die Commerzbank für den CS Euroreal eine Ausschüttung von 0,16 EUR/Anteil am 18.06.2026. In unserer Planung hatten wir mit etwas mehr, nämlich 0,20 EUR gerechnet. Das Erreichen unseres vorrangigen Ziels, nämlich vollständigen Abbau aller Bankverbindlichkeiten bis zum I. Quartal 2027, gefährdet diese leichte Abweichung nicht.

INTER ImmoProfil: Ausschüttung am 15.06.2026

Gestern meldet BNP Paribas für den INTER ImmoProfil eine Ausschüttung von 7,33 EUR/Anteil am 15.06.2026. In unserer Planung hatten wir mit 5,00 EUR gerechnet, sind damit also gar nicht unzufrieden.

Es gibt zwei Möglichkeiten

Möglichkeit 1: Die Arbeitsprozesse bei der Commerzbank sind etwas antiquiert. Wenn die Bank etwas zu verlautbaren hat, wird ein(e) Sekretär(in) (m/w/d) gerufen, die/der/das nimmt dann ein Stenogramm auf, tippt den Text anschließend auf der Schreibmaschine runter und tut das Dokument in einen versiegelten Umschlag, der dann über die nach Eschborn ausgelagerte und wegen gelegentlicher Poststreiks nicht immer zuverlässig erreichbare Versandabteilung per reitendem Boten (bis in die Türkei Pferde, ab der irakischen Grenze Kamele) in’s Zweistromland expediert wird. Dort wird der Text in Keilschrift übersetzt und entsprechend geübte Handwerker meißeln das in eine Steintafel. Diese Steintafeln werden im Al Maqal Port in Basra gesammelt und sodann per Frachtschiff nach China expediert. Man kann leicht nachvollziehen, daß dieser Prozeß wegen der Sperrung der Straße von Hormus im Augenblick gewissen Verzögerungen unterworfen ist. Zumal Donald Trump erst letzte Nacht verkündet hat, er denke gar nicht daran, einem Frachtschiff mit Steintafeln der Commerzbank die Durchfahrt freizukämpfen. Aber Ende gut, alles gut: Endlich einmal in China angekommen dechiffriert eine Künstliche Intelligenz die Keilschrift und fertigt die Endversion der Verlautbarung der Commerzbank. Wie genau diese dann wieder nach Deutschland kommt entzieht sich leider der Kenntnis des Verfassers dieser Zeilen. Gerüchte besagen, daß die polnische Commerzbank-Tochter mBank in die Abläufe mit einbezogen sein soll, daß die dadurch zusätzlich entstehende Verzögerung bei der Übersetzung in’s polnische und zurück aber schon seit 2024 durch Nutzung eines Übersetzungsprogramms auf ein Minimum reduziert sei.

Möglichkeit 2: Frau Orlopp hat zum Häuserkampf aufgerufen. Jeder einzelne Mitarbeiter der Kopfschmerzbank steht seinen Mann (oder seine Frau, oder auch sein Diversum) im Abwehrkampf gegen Unicredit. Für normales Arbeiten bleibt da selbstverständlich keine Zeit mehr.

Was auch immer die Erklärung ist: Dass es besagtes Kreditinstitut tatsächlich geschafft hat eine den Fonds CS Property Dynamic betreffende vom 16. April 2026 datierende Ausschüttungsankündigung bereits heute auf der speziellen Internetseite zu veröffentlichen ist absolut neuer Negativ-Rekord. Steht da dem armen Andrea Orcel möglicher Weise noch die bittere Erkenntnis bevor, daß die Commerzbank dysfunktional und ihre Übernahme voll der Griff in’s Klo ist?

Wie auch immer, lange Rede ohne Sinn, nur dass es die geschätzte Leserschaft mal gehört hat: Besagtes Kreditinstitut beabsichtigt, für besagten Fonds am 13. Mai 2026 pro Anteil 1,90 EUR auszuschütten.

Nichts Substantielles

Da es weiter nichts Substantielles mitzuteilen gibt sondert der Verfasser dieser Zeilen heute einfach nur Plattitüden ab.

Zur Information über Kurse sowie Geld- und Briefseiten nutzt besagter Verfasser in der Regel das Finanzportal des Commerzbank-Ablegers Onvista. Und hat damit automatisch das Vergnügen, täglich mit der dort entsprechend geschalteten Werbung vollgedröhnt zu werden.

Heute war mal wieder die Krönung. „Börsen-Geheimtipp des Jahres“ knallt einem da auf der Startseite in großen Lettern entgegen. Und dieser Tipp des Anbieters Aktien.news ist ja so geheim, daß man sogar noch Geld für die Onvista-Werbung bezahlt, damit dieses Geheimnis für möglichst viele Leute keines mehr bleibt. Mann, Mann, Mann, für wie blöd halten die uns eigentlich …

Aber jetzt noch mal was Ernstes: Leute meines Alters sind ziemlich regelmäßig im Wartezimmer von Chiropraktoren zu finden. Der Verfasser dieser Zeilen natürlich auch, und mit seiner Chiropraktorin kann man bei der Behandlung richtig tiefgründige Gespräche führen – was dann auch regelmäßig geschieht angesichts dieser ziemlich depressiv machenden Weltlage. Und so kamen wir letzte Woche zu der Erkenntnis: Nicht einmal ansatzweise hat damals irgendeine Sau verstanden, was Barack Obama mit „Yes, we can“ eigentlich meinte …

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